12 kmPollença
Historische Stadt in kurzer Fahrentfernung, guter Kontrast zur Natur des Feuchtgebiets und zur Vogelstimmung.
Der Parc Natural de s’Albufera zeigt eine flachere und ruhigere Seite Mallorcas. Hinter der Bucht von Alcúdia liegt eine wasserreiche Landschaft mit Kanälen, Sumpf, Schilf, Lagunen, salzbeeinflussten Zonen und Dünennatur. Hier bestimmen Wasserstand, Vögel und der Wind im Schilf das Tempo.
Die Wege können zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden, und der Park hat sowohl Beobachtungspunkte als auch Vogelschutz- und Beobachtungshütten. Es ist ein Ort, an dem ein Fernglas Sinn ergibt, an dem man aber auch ohne Artenlisten etwas davon hat, den Kanälen zu folgen und auf Bewegungen im Schilf zu achten.
s’Albufera wirkt heute friedlich, doch die Landschaft ist auch von den Versuchen des Menschen geprägt, das Wasser zu kontrollieren. Dämme, Brücken und Kanäle sind nicht nur praktische Zugangswege; sie sind Spuren von Entwässerung, Landwirtschaft und späterer Landschaftspflege. Deshalb fühlt sich der Ausflug mancherorts wie eine Naturwanderung auf alten Ingenieurspuren an.
Der Zugang erfolgt über Pont dels Anglesos, und Besucher müssen sich im Empfangszentrum eine Genehmigung holen. Die Parkregeln legen Wert auf Ruhe, markierte Wege und Rücksicht auf die Tierwelt. Essen gehört nicht in die Vogelverstecke, und Hunde und andere Haustiere dürfen nicht mitgebracht werden.
Pont dels Anglesos, „die englische Brücke“, ist der konkrete Orientierungspunkt für den Haupteingang zum Parc Natural de s’Albufera an der Ma-12 in Playa de Muro. Von hier aus geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter; normale Autos dürfen nicht in den Park fahren.
Am Eingang oder auf den Straßen bei den nahe gelegenen Urbanisationen kann geparkt werden. Im Park muss die kostenlose Besuchsgenehmigung an der Rezeption abgeholt werden, die kürzer geöffnet ist als das Feuchtgebiet selbst.
Die Vogelschutzhütten in s’Albufera sind für den ruhigen Teil des Naturerlebnisses gemacht: Fernglas, Kamera und leise Stimme. Hier kann man geschützt sitzen und über das Feuchtgebiet blicken, ohne die Vögel zu vertreiben.
Der Park hat markierte Routen mit Farben und Nummern, und in den Beobachtungsständen finden sich Illustrationen der häufigen Vogelarten. Essen gehört nicht in die Hütten; sie funktionieren am besten als kleine Pausenräume für Geduld.