Avernakø begrüßt dich mit einem Hafen auf dem westlichen Teil der Insel und einer Landschaft, die schnell zu kleinen Wegen, offenen Feldern, Küste und niedrigen Horizonten wird. Die Insel ist schmal und langgestreckt, sodass Wasser und Wind selten weit entfernt sind, ganz gleich, ob du zu Fuß gehst, mit dem Fahrrad fährst oder von der Fähre weiterfährst.
Hier besteht das Inselerlebnis nicht aus einem großen einzigen Halt, sondern aus der Bewegung zwischen ihnen: Asphalt- und Schotterwege, gewundene Straßen, Strandabschnitte und Orte, an denen man das Tempo drosseln kann. Die Insel eignet sich sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren, und man kann auch den ganzen Weg am Strand entlang wandern.
Beim Vogelbeobachtungsturm an der westlichen Spitze gibt es Aussicht über den Strandsee Hovedsøen. In den Frühlings- und Sommermonaten kann das Gebiet brütende und rastende Vögel wie Gänse, Schwäne, Seeschwalben, Enten und Kormorane beherbergen. Der Strand bei Hovedsøen ist während der Brutzeit geschützt, daher lohnt es sich, hier die Beschilderung zu lesen und Abstand zu halten.
Avernakø war historisch gesehen zwei Inseln, Avernak und Korshavn, bevor der Straßendamm über Drejet sie miteinander verband. Diese Erzählung passt gut zur Form der Insel: ein schmaler Landzug, in dem Landschaft, Fähre, Häfen und Lokalgeschichte wie Perlen auf einer Schnur liegen — ohne dass die Insel großes Aufheben darum machen muss.