2.6 kmOksby Alte Kirche
Nahe, stille Spur im selben Gebiet; als Landschaftslektüre besuchbar.
Der Gedenkstein liegt bei Mindelunden auf der Kallesmærsk Hede bei Husbjerg Klit, am Rand der Oksby Plantage. Es handelt sich hier nicht um eine große Anlage, sondern um einen ernsten Punkt in der Landschaft: einen Stein, einen Gedenkpark und eine Geschichte, die erst sichtbar wurde, als der Krieg vorbei war.
Der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses. Der Ort ist nicht mit dem Auto durch den Wald erreichbar, daher hat der Besuch den Charakter einer kurzen Wanderung durch die Plantage und hinaus in Heide- und Dünenlandschaft. Das passt zum Ton des Gedenkorts: zurückhaltend, etwas abgelegen und ohne viel Aufhebens.
Der Gedenkstein markiert den Ort, an dem sechs dänische Freiheitskämpfer nach ihrer Hinrichtung wegen Sabotage gegen die deutsche Besatzungsmacht heimlich begraben wurden. Die Angehörigen kannten das Grab nicht, und es war im Gelände nicht gekennzeichnet. Erst nach der Befreiung wurde der Ort lokalisiert, die Särge gefunden und die Toten zur Beerdigung in ihre Heimatstädte überführt.
Das Gebiet liegt in Verbindung mit dem Oksbøl Schieß- und Übungsgelände. Teile der Flächen können in der Freizeit genutzt werden, wenn keine Übungen stattfinden, doch der Zugang kann aus Sicherheitsgründen gesperrt sein. Informationstafeln an den Zufahrtswegen zeigen die Zugangsbedingungen, und rote Kugeln an Signalmasten markieren Zeiten der Sperrung. Hier ist die Geschichte ganz nah, aber die militärische Landschaft setzt weiterhin den Rahmen.
Vom Parkplatz an der Blåvandvej führt die Route über den Waldweg Nordkrogen. Im Wald biegt man zunächst rechts in den Kolonnevej und später links ab; unterwegs weisen die Schilder recht nüchtern mit dem Text „Mindesten“ den Weg.
Der Stein markiert den Ort, an dem sechs dänische Freiheitskämpfer nach der Befreiung begraben gefunden wurden. Er wurde am 4. Mai 1952 eingeweiht und hatte davor rund 600 Jahre lang am Eingang zur Varde Kirke gestanden.
Husbjerg Düne ist ein hoch gelegener Aussichtspunkt bei der Kallesmærsk Heide. Von hier aus öffnet sich die Landschaft über eine große mit Heide bewachsene Flugsandfläche mit feuchten Partien und kleineren Dünen.
Die Aussicht gewährt auch einen Blick in ein Gebiet, das von Sandverwehungen und Wind geformt wurde, wo der Sand einst in Wanderdünen nach Osten geweht wurde. Die Heide wird außerdem seit 1950 für militärische Schießübungen genutzt, sodass die Stille des Ortes sehr konkrete Zugangsgrenzen haben kann.