Bordrup Klitplantage ist nicht einfach nur Kiefernwald auf nährstoffarmem Dünenboden. Hier führen die Pfade durch eine Landschaft, in der der Flugsand zuerst das Gelände formte und später durch Aufforstung gebunden wurde. Das Gebiet wechselt von Heide- und Moorflächen bei Kallesmærsk Hede zu bewaldeten Dünenformationen und weiter zu den Wiesen am Ho Bugt.
Ulslo ist der naheliegendste Ausgangspunkt, wenn die Tour sowohl Natur als auch lokale Geschichte enthalten soll. Von hier aus kann man den Waldwegen in Richtung Gedenkstein für die Pflanzer Poul Hansen und Hans Poulsen folgen und weiter hinauf zu Punkt 100, wo die Aussicht ein Gefühl für die große gedämpfte Parabeldüne vermittelt.
Auf Punkt 100 liegt auch ein Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Das verleiht dem Ort eine leicht schiefe Doppelheit: Derselbe Höhenzug erzählt zugleich von Flugsand, Aufforstung und Militärgeschichte.
Südlich von Ulslo liegt ein Gebiet mit unberührtem Wald, in dem der Nadelwald seit Jahrzehnten nicht geglättet wurde. Hier sind stehendes und liegendes Totholz ein Teil des Erlebnisses und kein Zeichen von Vernachlässigung. Andere Teile der Plantage werden für Übungen der Verteidigung genutzt und können zeitweise gesperrt sein, während der östlichste Teil für Waldbesucher offen ist. Mit dem Fahrrad verlaufen die Touren auf markierten MTB-Strecken mit mehreren Schwierigkeitsgraden.