Der Damager Friedhof liegt an der Ribe Landevej 53 in Haderslev und dient auch als ruhiger grüner Raum für einen kurzen Spaziergang. Es gibt freien Zugang, Parkplätze am Eingang, eine Toilette sowie Tische und Bänke. Die Wege sind für Rollator, Rollstuhl und Kinderwagen geeignet, doch stellenweise muss man mit Höhenunterschieden rechnen.
Der Friedhof ist verhältnismäßig groß und befindet sich im Wandel hin zu einem stärker parkähnlichen Charakter. Der Entwicklungsplan arbeitet mit offenen Rasenflächen, mehr Bäumen und Grabstätten als kleineren Inseln in der Landschaft. In den 3. und 4. Quartieren verläuft eine breite Mittelachse Nord-Süd zum Denkmal für den Ersten Weltkrieg, gesäumt von Lindenalleen und gekreuzt von einer Zedernallee.
Im östlichen Teil sind das 5. und 6. Quartier mit blühenden Bäumen geplant, während der nordöstliche Teil einen Haselhain erhalten hat. Das macht besonders den Frühling sehenswert, aber auch den Rest des Jahres kann man beobachten, wie sich die alte Friedhofsstruktur allmählich auflöst.
Der Damager Friedhof hat mehrere historische Denkmäler, darunter einen dänischen Gedenkhain für die Gefallenen von 1914-18 und einen französischen Gedenkhain, der nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt wurde. Hinter dem Denkmal aus dem Ersten Weltkrieg wurde der Bretterzaun entfernt, sodass der Blick auf den Teich Teil des Erlebnisses geworden ist.
Der Damager Blumenhain ist nicht nur Schmuck auf dem Friedhof. Die Staudenbeete wurden 2018 von der Haderslev Gartenkreis und dem Kirchenrat bei der Alten Haderslev Kirche als freiwillige Garten-Community angelegt.
Im Volksmund heißt die Gruppe Hakkeklubben. Sie halten die Beete in Schuss, und während der Saison dürfen Angehörige einen kleinen Strauß für das eigene Grab schneiden. Die Schere muss benutzt werden, die Stauden dürfen nicht betreten werden, und Pflanzen mit dem Schild „Bør skånes for klipning“ sollen in Ruhe gelassen werden.
Die Gedenkstätte auf dem Damager Friedhof ist klein und nüchtern: kleine Steine mit den Namen junger Männer aus der Gemeinde Gl. Haderslev, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind.
Die Steine geben typischerweise Name, Geburtsdatum und -ort sowie Todesdatum und -ort an. Es handelt sich nicht immer um eigentliche Gräber; viele starben und wurden an der Front oder auf Friedhöfen im Ausland beigesetzt, während der Stein hier die Verbindung zur Heimatgemeinde bewahrt.
Der Damager Friedhof besteht nicht nur aus Reihen von Grabstätten, sondern ist eine grüne Anlage im Wandel. Der Entwicklungsplan zielt auf einen offeneren, parkähnlichen Ausdruck mit neuen Baumpflanzungen, blühenden Bäumen und offenen Grasflächen.
Im 5. und 6. Quartier wurden blühende Bäume gepflanzt, die mit der Zeit dem Gebiet den Charakter eines Hains verleihen sollen. Der naturbetontere Ausdruck passt zu der Vorstellung, dass Friedhöfe auch kleine Lebensräume für Blumen, Insekten und andere Arten sein können.