In Hanssinelund wird der Waldspaziergang zu einer kleinen Suche. Zwischen den Bäumen stehen rohe Natursteine mit Namen, Zitaten oder einfachen Symbolen für dänische Dichter, und sie fügen sich so unauffällig in den Hain ein, dass man das Tempo drosseln muss, um sie zu finden.
Es ist keine Anlage mit hochglanzpolierten Denkmälern und großen Gesten. Hier sind es Moos, Rinde, Inschriften und kurze Einblicke in die Literaturgeschichte, die das Erlebnis tragen. H.C. Andersen, Blicher, Aakjær, Grundtvig und Pontoppidan gehören zu den Namen, denen man unterwegs begegnen kann.
Der Hain wurde vom Buchhändlerehepaar Hans und Sine Nielsen angelegt, das Land nördlich von Ølgod kaufte und das Pflanzen mit dänischer Literatur verband. Hans Nielsen war außerdem Vorsitzender der Plantagenvereinigung von Ølgod und Umgebung, sodass es hier ebenso sehr um lokalen Tatendrang wie um die Verehrung von Autoren geht.
Hanssinelund liegt an der Nørre Allé in Verbindung mit dem Ølgod Byskov. Die Wege sind Naturpfade, und neuere Beschreibungen erwähnen zugewachsene Passagen, sodass der Zugang mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen nicht überall als sicher gelten kann. Das stillste Detail ist der Stein ohne Inschrift, der als kleine unbeantwortete Frage des Hains zurückbleibt.