4.1 kmSkaven Strand
Flacher Fjordstrand als guter Kontrast und naheliegender Stopp auf derselben Fahrt durch die Gegend
Der Vogelturm bei Lønborggård ist ein kurzer Naturstopp in Skjern Enge, wo die Landschaft schnell von Windschutzpflanzung zu Feuchtgebiet wechselt. Der Pfad führt durch die Bepflanzung hinaus zum Turm, und von hier aus öffnen sich Wiesen, Schilf und Wasserflächen in mehrere Richtungen. Es ist ein Ort für langsames Vogelbeobachten und Stille statt für eine lange Tour mit vielen Kilometern in den Beinen.
Vom Turm aus hat man besonders gute Chancen, verschiedene Entenvögel zu beobachten. Ein Fernglas ist hier sinnvoll, aber die Aussicht lässt sich auch ohne Vogelbuch lesen: das Wasser, die niedrigen Wiesen und das offene Flusstal erzählen viel über die Natur, die rund um den unteren Teil der Skjern Å wieder Platz bekommen hat.
Das Besondere an diesem Ort ist, dass der Vogelunterstand nicht nur zur Natur hin ausgerichtet ist. Im Westen liegt Lønborggård, der alte Bischofshof, und im Osten steht die Lønborg Kirke als feste Marke in der flachen Landschaft. Die Naturausstellung Skjern Enge an der Gl. Botoftevej kann als nahegelegene Ergänzung genutzt werden, wenn die Vögel und das Leben im Flusstal mehr Erklärung brauchen, als der Turm selbst bietet. Hier draußen ist der Horizont zugleich nasse Wiese und alte Machtgeografie.
Die Naturausstellung Skjern Enge liegt beim Naturzentrum Skjern Enge in Vostrup und ist ein praktischer Ausgangspunkt im westlichen Teil des Flusstals. Die Ausstellung rückt die Vögel in den Wiesen des Deltas mit Texten, ausgestopften Exemplaren und Vogelstimmen ganz nah heran, sodass es leichter wird, die Geräusche draußen in der Landschaft wiederzuerkennen.
Der Eintritt ist vom 15. April bis zum 31. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr kostenlos. Draußen gibt es Tische und Bänke, und ein kurzer Spaziergang führt zur südlichen Seilfähre.
Lønborggård ist nicht nur ein Name beim Vogelturm. Hier lag im Mittelalter ein Königshof, später ein Gut unter dem Bistum Ribe, und während der Grafenfehde wurde der Ort von Skipper Clements Truppen geplündert.
Östlich und westlich des Hofes sind noch Reste der alten Gräben zu sehen. Die Lage an der Skjern Å war auch ganz praktisch wichtig: Die Fischerei im Fluss war für die Eigentümer eine bedeutende historische Einnahmequelle.