4.3 kmSkovlund Mühle
Mühle, Produktion und Brand spiegeln das Thema der Arbeitsstätten wider, die aus der Landschaft verschwanden.
An der Ecke von Møllegade und Stationsvej muss man sich etwas vorstellen. Es steht kein Fabrikgebäude mehr, doch der Ort markiert die große Möbelfabrik, die Jens Peder Jensen hier an der Stationsvej 12 betrieb. Es ist einer der Orte, an denen sich Ansagers Arbeitsleben gerade durch das ablesen lässt, was fehlt.
Die Fabrik wuchs aus einer Schreinerei heraus und wurde zu echter Serienproduktion. Hier wurden Schreibtische, Esszimmermöbel, Eichenholz-Esszimmer und weiße Schlafzimmer gefertigt, nicht nur für lokale Kunden, sondern für den Vertrieb weiter im Land. Die Lage nahe am Bahnhof machte die Ecke praktisch: Die Möbel konnten per Bahn weitertransportiert werden, während Rohstoffe und Waren ihren Weg in die Stadt fanden.
Der Brand war ein harter Einschnitt in der Wirtschaftsgeschichte der Stadt. Die Fabrik kehrte nicht nach Ansager zurück, und viele frühere Beschäftigte mussten neue Wege finden. Mehrere Schreinergesellen machten sich in der Stadt selbstständig, sodass das Handwerk in kleineren Werkstätten weiterlebte, auch wenn der große Arbeitsplatz verschwunden war.
Der Ort ist von Straße und Gehweg aus zu sehen, und den örtlichen Angaben zufolge gibt es an der Ecke einen sicheren Platz zum Stehen. Das eigentliche Erlebnis liegt im Kontrast zwischen einer gewöhnlichen Kreuzung und der Industrie, die einst diesen Ort erfüllte.
Das Foto zeigt das Personal der Ansager Möbelfabrik an der Stationsvej 12, datiert für den Zeitraum 1930-1938. Hier stehen Tischler, Werkführer Marius Madsen, Fabrikbesitzer Jens Peder Jensen und seine Ehefrau Signe Cecilie Jensen gemeinsam vor einem Arbeitsplatz, der bald verschwinden sollte.
Die Fabrik brannte am 17. Januar 1939 bis auf die Grundmauern nieder und wurde in Ansager nicht wieder aufgebaut. Mehrere der Tischlergesellen begannen nach dem Brand als selbstständige Tischler in der Stadt – ein stilles Nachspiel, verborgen in einem Gruppenfoto.
Am Morgen des 17. Januar 1939 begann der Brand bei der Zentralheizung nach dem Anheizen mit Spänen. Fabrikant J. P. Jensen versuchte selbst, das Feuer zu ersticken, doch der Rauch trieb ihn hinaus, und kurz darauf geriet der Brand außer Kontrolle.
Feuerwehrleute aus Varde und Falck aus mehreren Städten spritzten Wasser sowohl von Hydranten als auch von einem Bach etwa 200 Meter entfernt. Die Fabrik brannte bis auf die Grundmauern nieder, rund 30 Menschen verloren ihre Arbeit, und der Schaden wurde auf 150.000 kr geschätzt.