5.0 kmDurch das Dickicht zur Hansens Brücke
Sinnlicher Weg entlang der Ansager Å mit Gebüsch, feuchtem Flusstal und knorrigen Eichen nahe der Heide.
Haltrup Hede wirkt zunächst wie ein einfaches, offenes Stück Natur, doch unter der Heide liegt Sand in kleinen Hügeln. Der Pfad führt in ein Gelände, das sich wellt und zwischen niedrigen Pflanzen, offenen Flächen und verstreuten Kiefern, Wacholder und Laubbäumen wechselt.
Es ist vor allem ein Ort für den stillen Spaziergang: Licht über Zwergsträuchern, Krähenbeeren und Preiselbeeren im Waldboden sowie Heidekraut, das der Heide im August die meiste Farbe verleiht. Für Fotografen sind es nicht allein die großen Ausblicke, sondern die niedrigen Linien, der Sand und der offene Himmel, die das Motiv ausmachen.
Haltrup Hede ist kein Naturtyp, der ohne Eingriffe für sich selbst bestehen kann. Wenn Kiefern und Gebüsch die Oberhand gewinnen, verschwindet der offene Heidecharakter. Deshalb wird Aufwuchs entfernt, und Teile der Heide werden im Rahmen der Landschaftspflege unter anderem mit Beweidung und Abbrennen gepflegt.
Das erklärt das etwas besondere Gefühl von wildem und zugleich gepflegtem Landschaftsbild: eine Heide, die gerade gestört werden muss, um Heide zu bleiben.
Die Route verläuft als kleine Rundtour vom Parkplatz aus. Sie ist nicht durchgehend deutlich markiert, aber der Trampelpfad und die Tore im Zaun helfen bei der Orientierung. Der Untergrund ist schmal und uneben, daher eignet sich die Tour am besten für Fußgänger, die mit natürlichem Gelände vertraut sind.
Der Parkplatz liegt bei Sønderbro 39c und ist über den Feldweg von Sønderbro bei Nr. 34 zu erreichen. Hier steht die Informationstafel, und von hier aus beginnt die rote Route über 2,1 km durch Haltrup Hede.
Die Route ist eine kleine Rundtour und lässt sich in der Regel in etwa 45 Minuten bewältigen. Sie ist nicht durchgehend deutlich markiert; folgen Sie dem Trampelpfad und den Toren im Zaun. Der Pfad über die Heide ist schmal und uneben, und Hunde müssen an der Leine geführt werden.
Der Gedenkstein auf Haltrup Hede ist ein leicht ironisches Zeichen in der Landschaft: Er wurde zum Andenken an ein Ehepaar errichtet, das die Heide urbar machte und Bäume pflanzte.
Heute arbeitet die Naturschutzpflege in die entgegengesetzte Richtung. Bergkiefer und Aufwuchs werden entfernt, damit die offene Heidelandschaft mit Heidekraut, Krähenbeere, Preiselbeeren und Wacholder wieder Platz bekommt. Der Stein macht den Wandel der Landschaft sichtbar: Heide, Wald – und Heide auf dem Weg zurück.
An einem der höher gelegenen Punkte der Haltrup Hede steht ein Tisch mit Bänken als einfacher Halt an der roten Wanderroute. Von hier öffnet sich das Gelände nach Osten über Zwergsträucher und Heideflächen und hinab zur tiefer gelegenen, stärker moorartigen Landschaft.
Die Aussicht hängt auch mit der Pflege der Heide zusammen, bei der die Naturwerte offen gehalten und einer Verbuschung entgegengewirkt wird. Es ist keine große touristische Einrichtung, sondern ein lokaler Rastplatz mit Sand, niedriger Vegetation und genug Weite, damit die Landschaft Ruhe ausstrahlt.