Galleri Galschiøt liegt nicht wie ein stilles Museum im Stadtzentrum, sondern in einem Industrieviertel in Odense N, wo die Werke noch entstehen. Hier ist die Kunst nah an Materialien, Werkzeugen und Arbeitsräumen, und der Besuch dreht sich ebenso sehr um den Prozess wie um die fertigen Skulpturen.
Der Ort ist der Werkstatt- und Museumsraum des Bildhauers Jens Galschiøt. Das Gelände vereint unter anderem Werkstatt, Bronzegießerei, Galerieshop, Kunstschulen, TV-Studios, Skulpturenpark und eine Kunstgalerie, sodass man sich zwischen mehreren Ebenen desselben künstlerischen Milieus bewegt. Das sorgt für einen anderen Rhythmus als ein klassischer Ausstellungsort: Die Skulpturen stehen nicht einfach auf Podesten, sondern in der Nähe des Ortes, an dem sie gegossen, bearbeitet und weiterbewegt werden können.
Galschiøts Kunst reicht von kleineren Formen bis zu großen politisch aufgeladenen Skulpturen und internationalen Happenings. Seine größeren Installationen wurden als eine Form von Street Art im öffentlichen Raum beschrieben, oft geschaffen, um Debatten anzustoßen. Das spürt man auch in der rohen Zusammenstellung von Werkstatt, Galerie und Skulpturenpark.
Hinter dem Ort liegt ein ehemaliges Fabrikgelände, das Galschiøt übernahm und in Kunstwerkstatt, Galerie, Gießerei und Skulpturenpark umwandelte. Deshalb wirkt die Adresse eher wie ein arbeitender Kunstkomplex als wie ein schmuckes Museumsgebäude mit Abstand zur Produktion.
Die Galerie ist die 400 m² große Kunsthalle in Galschiøts lebendigem Kunstuniversum an der Banevænget in Odense N. Hier stehen größere Skulpturen und Kunstprojekte dicht an Werkstatt, Gießerei und Skulpturenpark, sodass die Ausstellung nicht vom Produktionsprozess getrennt wirkt.
Die Werke können von kleineren Skulpturen bis zu monumentalen Installationen reichen, oft mit Spuren von Galschiøts politischen und internationalen Projekten. Die Ausstellung wechselt, weil Skulpturen ausgeliehen werden und neue hinzukommen.